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Chronik

Waldmeier Beat 17.02.2017

Rhein-Club Breite 1918

Sonntag, 10. März 1918, 15.15 Uhr, Gründungsversammlung im Restaurant «Zur Schifferruh», auf der Breite, bei Herrn Karl Städeli. Mitgliederbestand 25 (12 Aktive, 13 Passive), anwesend an der Gründung 19 Personen. Traktanden waren folgende: 1. Wahl der Kommission. 2. Name des Vereins, 3. Statuten und Fahrreglement, 4. Diverses. Am 4. Mai 1918 hielt der Rhein-Club Breite seine Gründungsfeier ab, welche dank guter Organisation tadellos verlief. An der Vereinsversammlung vom 27. April 1918 kam unter Traktandum Diverses erstmals die Frage von Waidlingen zur Sprache. Antrag 1 von Benj. Meyer, zwei neue Waidlinge zu kaufen; Antrag 2 von Ludw. Madörin, einen neuen und einen alten Waidling zu kaufen. Beide Anträge gingen zunichte und es wurden nach längerer Diskussion einige Mitglieder damit betraut Umschau zu halten ob irgendwo her alte aber noch gut erhaltene Waidlinge zu erhalten seien. Am 7. Mai 1918 beschloss die Kommission an ihrer Sitzung 2 Waidlinge à Fr. 250.– für dieses Jahr zu kaufen. Die Schalten etc. wird Hans Franck herstellen. In der Vereins-Sitzung vom 11. Mai 1918 wurde der Antrag der Kommission 2 neue Waidlinge von der Rheinschiffahrts-Gesellschaft à Fr. 250.– zu bestellen durch offene Abstimmung angenommen. An der gleichen Sitzung wurde von Benj. Meyer beantragt die Waidlinge unten an der alten Breite zu plazieren was auch angenommen wurde. Weiter beantragt derselbe am Strick zu fahren, welcher Antrag von der Versammlung aber abgelehnt wurde. Die Versammlung beschloss am Ruhnagel zu fahren. Der erste Waidling wurde geliefert und prompt bezahlt, so dass die 1. Fahrübung wie geplant am Sonntag, 2. Juni 1918, 7 bis 10 Uhr, stattfinden konnte; anwesend waren 15 Aktivmitglieder. Am 13. September 1919 hielt der Verein eine Ausserordentliche Generalversammlung ab. An dieser Versammlung wird auf Grund eines Antrages der Name des Vereins infolge der Vorkommnisse am Generalstreik in Arbeiter-Wasserfahrverein Breite geändert. An der Vereinsversammlung vom 15. Dezember 1923 beschloss der Verein eine erste Fernfahrt an Pfingsten nach Strassburg durchzuführen. Nach Antrag von Fricker Fritz hat der Verein die Kosten für den Heimtransport der Weidlinge zu tragen. In der Vereinsversammlung vom 8. März 1924 wird dann die Teilnahme am Arbeiter Turn- und Sportfest in Basel sowie am Wettfahren des Aare-Club Matte Bern beschlossen. Im Protokoll lesen wir: «Da durch die Beteiligung am Wettfahren in Bern die finanziellen Kräfte des Vereins und der Mitglieder zu stark angestrengt werden müssten, fragt Genosse Recher an, ob die Strassburger Fahrt, die an einer der letzten Sitzungen beschlossen wurde, nicht fallen gelassen werden soll. Die Genossen Fricker und Reichling sprechen sich für eine Verschiebung aus. Genosse Lutz Hans erinnert indessen in ganz energischer Weise, dass man einen einmal gefassten Beschluss auch ausführen soll. Es wird zur Abstimmung geschritten. Diese fällt wie folgt aus: 9 Mitglieder sind für Verzicht auf die Strassburger Fahrt; 4 Mitglieder für Ausführung derselben. Somit wäre auch dieses Traktandum erledigt …»

Nach der 12. Generalversammlung am 7. Februar 1930 gab es am 6. Juni, 26. Juli, 23. August und 31. Oktober nach turbulenten Vorkommnissen im Arbeiter-Wasserfahrverein Breite und in der Arbeiterbewegung allgemein vier Ausserordentliche Generalversammlungen. Der Verein wurde dann am 16. Januar 1931 an der ordentlichen Generalversammlung durch den Namen Rhein-Club Breite wieder ersetzt. Nach den schwierigen Krisen- und Kriegsjahren konnte dann im 1945 wieder zum normalen Vereinsleben übergegangen werden. Im Jahre 1948 wurde zum 30-Jahr-Jubiläum am 10./11. Juli ein Wettfahren durchgeführt. Aus dem Festführer zu 50 Cts. entnehmen wir: «Zum Geleit. Vor 30 Jahren wurde der Rhein-Club Breite gegründet. Er entstand aus dem Wunsche der Arbeiter-Wasserfahrer der Breite, ihrem Sporte im Vereine mit Gleichgesinnten huldigen zu können. Was war natürlicher als dieser Zusammenschluss? Ist doch das Wasser das besondere Element der Breitlemer, der Rhein und die Birs seine Heimat und der Birskopf der schönste Platz in unserem Quartier. Die Breite ist aber auch ein ausgesprochenes Arbeiterquartier. Darum ist der Rhein-Club Breite diejenige Organisation des Satus, die so recht aus unserem Quartier herausgewachsen ist. Wir Breitlemer freuen uns über die schöne Entwicklung, die unser Arbeiter-Wasserfahrverein genommen hat. Wir beglückwünschen ihn zu seinem Jubiläum. Wir begrüssen alle Organisationen, die an seinem Jubiläumswettfahren teilnehmen und wünschen der Veranstaltung einen vollen Erfolg. Möge sie der Auftakt zu einem neune Abschnitt glücklicher Entfaltung des Wassersports im Rhein-Club Breite sein! G. Wenk, Regierungs- und Ständerat» Der Kassier verliest seine flott abgefasste Rechnung vom Jubiläumswettfahren aus welcher zu ersehen ist, wieviel Mühe und Opferwillen es braucht, bis ein solches Fest durchgeführt ist. Dass es trotz dem schlechten Wetter zu einem Einnahmen-Überschuss gereicht hat, so ist es ein Verdienst des Kassiers und seiner Helfer, denen im Namen des Vereins nochmals der beste Dank ausgesprochen sei. Die Festrechnung lautet: Einnahmen Fr. 2578.70, Ausgaben Fr. 2173.40; Einnahmen-Überschuss Fr. 405.30. An der Vereinsversammlung vom 7. April 1949 wurde der Beschluss gefasst eine Erweiterung des Depots zu bauen. Die Finanzierung wurde mit Ausgabe von Bausteinen zu Fr. 5.– und einer festen Laufzeit von fünf Jahren realisiert. An der Versammlung vom 11. August 1949 wurde die Clubhaus-Einweihung auf den 20. August 1949 angesetzt. Am Nachmittag Schlüsselübergabe unter Anwesenheit der offiziell geladenen Gäste. Am Abend als Ausserordentliche Generalversammlung mit Aufnahme von verdienten Mitgliedern zu Ehrenmitgliedern. Anschliessend soll ein Fass Bier das gemütliche Beisammensein erhöhen. Der Satus-Verbandsvorstand gratuliert dem RC Breite zu seinem Unternehmen am grossen Regional- und Jubiläumswettfahren, 40 Jahre, mit Fahnenweihe am 12./13. Juli 1958, der erstmals alle drei Verbände an einem Wettfahren zusammenbringt und wünscht dazu guten Erfolg. «Gruss und Glückwunsch von Prof. H.P. Tschudi, Regierungs- und Ständerat. Alle Teilnehmer am Regional-Wettfahren des SATUS-Wasserfahrverbandes heisse ich in Basel herzlich willkommen. Ich wünsche Ihnen in unserer Stadt interessante Wettkämpfe und fröhliche Kameradschaft. Mit besonderer Freude hebe ich hervor, dass am Jubiläumsanlass des Rhein-Club Breite der Verband Basler Wasserfahrvereine und die hiesigen Pontonierfahrvereine sehr gut vertreten sind. Diese vorbildliche Zusammenarbeit unter den verschiedenen Wasserfahrvereinen unserer Stadt möge sich in Zukunft zum Nutzen des wertvollen Wassersportes fortsetzen und festigen. Der Rhein ist das Wahrzeichen Basels. Diesem majestätischen Strom verdankt unsere Stadt Entstehung und Entfaltung. Das Wasserfahren, das auf unserem Rhein ausgeübt wird, gehört wie kein anderer Sport zu Basel. Er trägt nicht nur zur Gesundheit bei, sondern auch zur Verbundenheit mit der Heimatstadt. Der Rhein-Club Breite führt das Regional- und Jubiläumswettfahren aus Anlass seines 40jährigen Geburtstages durch. Unser Jubilar führt mit Stolz den Namen des Breite-Quartiers, weil seit jeher die Bewohner dieses Stadtteils mit dem Wasser und den Schiffen vertraut waren. Der Rhein-Club Breite nimmt regen Anteil am Leben seines Quartiers. Der langjährige politische Exponent der Breite, Regierungsrat Dr. G. Wenk, stand immer in enger Verbindung mit dem Rhein-Club Breite. Zum 40jährigen Jubiläum gratuliere ich dem Club und allen Mitgliedern recht herzlich. Möge dem Regional- und Jubiläumswettfahren ein schöner Verlauf beschieden sein und möge der gesunde und vielseitige Wassersport immer begeisterte Anhänger finden. Der Rhein-Club Breite bleibe auch in Zukunft ein Hort der Kameradschaft und der Verbundenheit mit dem Rhein, der Stadt Basel und ihrer Bevölkerung.»   Zum 50-Jahr-Jubiläum führte der Rhein-Club Breite am 15./16. Juni 1968 sein 10. Basler Weidlingwettfahren durch. Dazu lesen wir im internen Mitteilungsblatt «e Sasse voll» vom März 1968. «In eigener Sache … 50 Jahre sind es her, seit einige Unentwegte sich zusammenfanden, um den heutigen Rhein-Club Breite zu gründen. Was hat sie in dieser schicksalsschweren Zeit – wir schrieben 1918 – bewogen, diesen Schritt zu unternehmen? Wir heutigen Aktiven wissen es nicht, oder kennen es nur vom Hörensagen. Sicher ist, dass den Gründern und später weiterschaffenden Funktionären keine dermassen holden Zeiten blühten, wie wir sie heute erleben dürfen. Wenn wir jetzt Umschau halten, können wir einen schönen Schiffspark, ein Bootshaus und ein Brückendepot sowie eine gut fundierte Vereinskasse unser eigen nennen. Vielen von ihnen können wir heute nicht mehr „Dankeschön“ sagen, aber eines können wir alle: Durch tatkräftige, uneigennützige Mithilfe das 50-Jahr-Jubiläum im Sinne unserer Gründer gestalten. Alle Mann an Deck wünscht sich Fritz Konrad.» Wenn wir dem Bericht vom Rhyschnoog glauben schenken haben sich die Wünsche von Fritz Konrad erfüllt: «Sie tanzten bis sich die Balken bogen … Zum 50-Jahr-Jubiläum wurde im Festzelt auch ein Abendprogramm geboten. Vom Wetter unabhängig war bald einmal der letzte Sitzplatz belegt und allen war klar, dass der RCB manchen unbekannten Freund hat. In buntem Reigen wechselten Musik und Darbietungen auf der Bühne. Waren es die nervenkitzelnden Trapezkünste oder Balanceakte, die den einen fesselten, so ging andrerseits die ganze Besucherschar mit den Trommelwirbeln der Rädäbäng von den Sitzen. Als der Vagabund auf dem hohen Seil seine 19 Gilets und Westen auszog, blieb manch einem vor Staunen der Mund offen. Es zeigte sich, dass trotz Erstlingsarbeit auf dem Unterhaltungssektor eine würzige Mischung geboten werden konnte und keiner der anwesenden den an der Kasse entrichteten Obolus zu bereuen hatte. Zum Höhepunkt wurde der Tanz bis zum Morgengrauen. Poldis „statisch berechnete Bühne“ hielt manchem Ansturm stand, nicht aber dem Letkiss in der dritten Morgenstunde. Da war es um seine unterlegten Brettchen geschehen und Zentimeter um Zentimeter näherte sich der Tanzboden der Grasnarbe, Dies war jedoch kein Regiefehler, sondern eine Prüfung der bis anhin zur Zufriedenheit aufspielenden Kapelle Othmar Hahn. Doch auch hier wiederum nur Positives, sofort wurde auf weniger heisse Rhythmen umgestellt und bis zum vierten Glockenschlag blieb alles auf den Beinen. Dass bei diesem Betrieb das Gesicht des Wirtschaftchefs immer heiterer wurde und der Festkassier noch erstaunter wurde, sei nur am Rande vermerkt. Mir ging es nicht viel besser, denn jedesmal wenn ich glaubte, der Zeitpunkt zum Aufsuchen der heimatlichen Penaten sei gekommen, fand ich keinen Ausgang aus der Festhütte und war ob der anfallenden Arbeit zum Ausharren bis am Morgen verurteilt. Wäre nicht die grosse Belastung des Mitarbeiterstabes, ich würde jedes Jahr erneut Jubiläum feiern.»   Es folgen nun turbulente, intensive Jahre im Rhein-Club Breite mit dem Verschieben des alten Clubhauses und dem Neubau des Vereinshauses Rhein-Club Breite. Alles in Zusammenhang mit dem Basler Nationalstrassenbau und dem Bau der Schwarzwaldbrücke. Beginn der Verschiebungsverhandlungen zirka 65 Meter bachab war im Juli 1970. Doch dann ging es plötzlich rassig vorwärts. «Blitzartig mussten die Aktiven zusammengerufen werden, um das Bootshaus für den Umzug vorzubereiten, doch wohin mit alledem, das sich während der vielen Jahre unter und über dem gemütlichen Heim angesammelt hatte. Der Not gehorchend wurden Lösungen gefunden, die vielleicht nicht jedem Mitglied einleuchten, doch lag der Haupteffekt in der fehlenden Zeit. Endlich kam der Moment, da auch die Standortfrage des Bootshauses gelöst war. Unmittelbar oberhalb der St.-Alban-Brücke wurde ein Gerüst aus Pfählen und Eisenträgern erstellt, worauf unser Clubhaus zu stehen kommt. Doch auch das Versetzen unseres ehrwürdigen, grösstenteils durch Mitglieder selbst gezimmerten Clubhauses machte mir trotz aller Versprechen der Fachleute Kummer. Wie unrecht ich hatte, durfte ich am neuen Standort feststellen. Ein einziges gerissenes Brett als Ausnahme bestätigt die Regel. Unter Leitung von Poldi Ziegler wurde unsere „Hütte“ mittels einem fahrbaren Kran an den neuen Standort gestellt. Der unveränderte Zustand lässt auf das fachliche Können und die Liebe zur Arbeit schliessen, jedenfalls sage ich Poldi den herzlichsten Dank meinerseits für die geleistete Arbeit. So wurden wir zu den Pfahlbauern des 20. Jahrhunderts, wobei nur zu wünschen übrig bleibt, dass die endgültige Lösung der Standortfrage ebenso gelingt, wie der provisorische Umzug.» Fritz Konrad in «e Sasse voll».   Der Allmendbewilligung für das neue Bootshaus hat der Grosse Rat des Kantons Basel-Stadt am 8. März 1973 zugestimmt. Der Baubeginn wird auf Ende Sommer 1974 angestrebt. In «e Sasse voll» im Jahr 1977 schreibt Otto Plüss: «Es ist so weit!!! Liebe Mitglieder, es liegt mir absolut fern, kalten Kaffee aufzuwärmen und die Leidensgeschichte bezüglich unseres Bootshauses hier nochmals aufzurollen. Alle unsere Mitglieder, im besonderen diejenigen, die von anfang an dabei waren, sind darüber besser orientiert als ich. Festhalten will ich heute dennoch, dass seit dem ersten Schreiben in dieser Angelegenheit bis zur offiziellen Übergabe des neuen Bootshauses an unsere Mitgliedschaft genau 8 Jahre und 7 Monate vergangen sind (2. Februar 1969 bis 2. Oktober 1977). Obwohl in dieser langen Zeitspanne verschiedene Wechsel in der Vereinsleitung stattgefunden haben, war das Traktandum „Neues Bootshaus“ nie vernachlässigt worden und es stand immer an erster Stelle der Vereinsgeschäfte. Bis es nun jedoch soweit war, musste teilweise ein oft sehr steiniger Weg beschritten werden und es waren einige Umwege nötig, um in möglichst guter Verfassung zum Ziel zu gelangen. Mit Abkürzungen wäre es sicher möglich gewesen, das Zielband etwas früher zu zerreissen, aber wer weiss, vielleicht hätten wir dabei auch Schaden erlitten. Es wurde jedoch versucht, die uns zugeloste Bahn einzuhalten und nicht zu übertreten. Ob dies nun gelungen ist, kann jeder Einzelne von euch entscheiden. Ich persönlich wage es jedenfalls, dies zu bejahen, wenn auch nicht in allen Teilen. Und nun liebe Vereinsmitglieder, seid ihr ab 2. Oktober 1977 stolze Besitzer eines neuen Bootshauses, das ohne zu übertreiben als ein Bijou angesehen werden darf und dessen Standort bestimmt einzigartig ist in der ganzen Stadt Basel. Dass wir deshalb der Neider zur Genüge haben, ist leider eine nicht wegzuleugnende Tatsache. Zeigen wir uns deshalb dieses Werkes würdig und hegen und pflegen es, damit wir bei jedem Besuch immer wieder Freude daran haben.» Die offizielle Einweihung fand am Freitag, 30. September 1977, 18 Uhr, statt; und die Einweihungsfeierlichkeiten fanden mit dem Endfahren 1977 und der feierlichen Übergabe an die Mitgliedschaft am 2. Oktober 1977 um 15 Uhr ihren Abschluss. Die Baukosten verschlangen den stolzen Betrag von Fr. 310 902.95, welcher zu einem Teil von Sport-Toto-Geldern aber auch durch Zeichnung von Anteilscheinen der Mitglieder getragen wurden. Diese Anteilscheine wurden dann durch Auslosungen an den folgenden Generalversammlungen wieder zurückbezahlt oder die Mitglieder verzichteten grosszügigerweise auf den Betrag. In der «Basellandschaftlichen Zeitung» vom 6. Oktober 1977 lesen wir: «Rhein-Club Breite im neuen Haus. pb. Als vor acht Jahren das bewährte Holzhaus des Rhein-Clubs Breite, eines Vereins wasserfahrender Vollblutamateure, dem Autobahnbau weichen musste und hoch über dem „Bach“ auf Pfähle gesetzt wurde, begann sogleich die Suche nach einem tauglichen Ersatz, die nun mit der Einweihung des stattlichen Bootshauses knapp unterhalb der Autobahnbrücke ihren Abschluss fand. Otto Plüss, der Präsident des nächstes Jahr 60 Jahre alt werdenden Rhein-Clubs Breite, konnte zahlreiche Behördevertreter, Clubfreunde und am Bau Beteiligte willkommen heissen. Architekt Max Rasser umriss die „Leidensgeschichte“, die den Verschleiss von vier Präsidenten forderte. Grossratspräsident Carl Miville wies darauf hin, wie sehr der Rhein und die Wasserfahrer das Breitequartier geprägt haben. Das prächtig gebaute und gelegene Bootshaus wird Geist, Zusammenhalt und Leistungen des Rhein-Clubs Breite fördern.» Dem Mitgliederetat des Satus-Wasserfahrverband der Schweiz entnehmen wir der Liste aus dem Jahre 1978 für den Rhein-Club Breite 1 Schüler, 13 Jungfahrer und Junioren, 18 Aktive, Senioren und Veteranen sowie 5 Satus-Veteranen b. Das ergibt 37 Sporttreibende und rechtfertigt die Bestellung von drei Kunststoff-Weidlingen von der Firma Meier im Betrag von Fr. 22 890.–. Diese drei Weidlinge sind dank unserem umsichtigen aktiven Materialverwalter auch im Jahre 2017 immer noch in Gebrauch. In diesem Jahr 1978 führte der RC Breite zum 60-Jahr-Jubiläum das 17. Basler Weidling-Wettfahren durch. Mit 279 Fahrern stellte das Meldeergebnis einen Rekord dar. In den folgenden 80er Jahren wurde das Basler Weidling-Wettfahren im Zwei-Jahres-Rhythmus durchgeführt. Im Jahre 1993 folgte das 75-Jahr-Jubiläum des Rhein-Club Breite mit der Austragung des 24. Basler Weidling-Wettfahrens und der Einweihung einer neuen Fahne, die, wie wir

sehen auch heute noch, bei bald 100 Jahren RC Breite, die Mühen und den Aufwand Wert waren. Diese legendären Basler Weidling-Wettfahren wurden insgesamt 28 mal organisiert, letztmals 2004. Am 13. Mai 1999 haben wir mit einem Grosseinsatz für unser Clubhaus grössere Schäden verhüten können. Indem 14 Personen rund um die Uhr wärend zwei Tagen zirka 260 Stunden totalen Einsatz geleistet hatten, konnten wir das Wasser abhalten und das Innere unseres Hauses mehr oder weniger trocken halten. Im Jahre 2002 organisierte der RC Breite ein Nationales Paarwettfahren und im Jahre 2008 war er Organisator des 77. Basler Kantonal-Wettfahrens, das ebenfalls wegen Hochwasser um drei Wochen verschoben werden musste. Das bisher letzte Wettfahren hat der RC Breite mit dem Basler Verband der Wasserfahrer zusammen am 12. Mai 2012 organisiert: das 81. Basler Kantonalwettfahren. Nun, der heutige Rhein-Club Breite wird immer kleiner, so dass wir nicht mehr in der Lage sind, genügend Mitglieder zu aktivieren und ein Wettfahren für den schönsten Sport in freier Natur zu organisieren. Es ist schade, dass wir die heutige Jugend nicht mehr für eine so tolle Freizeitaktivität motivieren können…